Hannover Messe 2026 – Aufbruchstimmung auf dem Leaders' Dialogue

Cedrik Neike machte in seiner Keynote deutlich, dass auf die Erfolgsgeschichte von Industrie 4.0 nun der nächste Entwicklungsschritt folgen müsse: „Industry4AI“. Entscheidend sei, die aktuelle Dynamik rund um Künstliche Intelligenz in echten industriellen Nutzen zu überführen. Drei Haltungen seien dafür entscheidend: Die Bereitschaft, bestehende Denk- und Handlungsmuster demütig zu hinterfragen, Neugier, um mit Offenheit und Entdeckergeist Neues zu wagen und den Mut, Silos aufzubrechen und Daten zu teilen – den zentralen Rohstoff des KI-Zeitalters.

Im anschließenden Panel diskutierten Katherina Reiche, Dr. Tanja Rueckert (Bosch), Staatsselkretär  Dr. Rolf-Dieter Jungk und Cedrik Neike (Siemens)  wie der Einsatz von KI in der Industrie weiter beschleunigt werden kann. sicherte Reiche sicherte die volle Unterstützung durch die Politik zu, damit die Umsetzung von industrieller KI in der Praxis gelingt.

AI-Driven Engineering and Production

Tanja Rückert (Bosch), Christian Klettner (BASF) und Sabine Klauke (Airbus) zeigten anhand konkreter Anwendungsbeispiele aus drei unterschiedlichen Branchen, wo Industrial AI in der Produktion heute schon unternehmensübergreifend eingesetzt wird und welche Rolle föderierte Ökosysteme sowie die Plattform Industrie 4.0 für den nächsten Skalierungsschritt spielen.

Cooperating Towards Level 4

Aria Etemand (Volkswagen Group Innovation), Michael Darms (Mercedes-Benz) und Jörg Reichardt (Aumovio) diskutierten, wie sich der Weg zum autonomen Fahren auf Level 4 angesichts der Konkurrenz aus den USA und China nur über ein kollaboratives, europäisches KI-Ökosystem nach dem „Controlled-Open-Access"-Modell und ein IPCEI-AI erreichen lässt.

AI for Defence and Critical Infrastructure

Kathrin Günther (TenneT Germany) und Eva Grochowski (Rheinmetall IT Solutions) beleuchteten, wie sich in hochregulierten Sektoren wie Energieinfrastruktur und Verteidigung Offenheit und Sicherheit austarieren lassen, und forderten souveräne Datenräume, klare Governance sowie einen beschleunigten Transfer von Pilot- in Skalierungsprojekte. Grochowski hob dabei hervor, dass weniger die Technologie entscheidend sei, sondern vielmehr die Gewährleistung von Souveränität, Vertrauenswürdigkeit und Sicherheit bei der Anwendung von Künstlicher Intelligenz im Fokus stehen.

Building the Backbone

Elke Anderl (T-Systems), Stephan Ilaender (STACKIT) und Johannes Hoffart (SAP) brachten die Sicht der Technologie- und Infrastrukturanbieter auf den Industrial AI Stack zusammen und skizzierten, wie Foundation Models, agentische KI und eine souveräne Recheninfrastruktur über Initiativen wie IPCEI-CIS, 8ra, KI-Factories und den Deutschland-Stack das Fundament eines föderierten Ökosystems bilden.

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